Chiemsee Reggae Summer feiert Jubiläum

Festival wird 15 Jahre – Programm komplett - Gelände wird Parkanlage

Mit einer hochkarätigen Auswahl an Künstlern wie Peter Fox, Jan Delay oder Junior Kelly feiert der Chiemsee Reggae Summer vom 14. bis 16. August seinen 15. Geburtstag. Doppelt so lange ist bereits Hans Söllner auf großen und kleineren Bühnen unterwegs und so lautet das Motto: „30 Jahre Hans Söllner, 15 Jahre Chiemsee Reggae Summer.“

Peter Fox, der Chefabräumer bei der Echoverleihung und dem Bundesvision Song Contest ist der Headliner am Sonntag, am Samstag übernimmt Hans Söllner diesen Part und am Freitag Jan Delay. Insgesamt werden über 70 Bands und Soundsysteme ihre Vibes verbreiten. Mit der Bestätigung von Mono & Nikitaman knapp zwei Monate vor Festivalbeginn ist die Programmplanung schon frühzeitig abgeschlossen. Anlässlich des Jubiläums konnten viele Wunschbands der Fans für Haupt- und Zeltbühne gebucht werden. Einen interessanten Querschnitt liefern auch die open decks – die Minibühne beim zentralen Grillplatz gewinnt von Jahr zu Jahr mehr Anhänger.

Auffallend stark in diesem Jahr Reggae outta Switzerland: Mit Phenomden, Elijah sowie Dub Spencer & Trance Hill sind gleich drei der angesagtesten Schweizer Reggae-Acts vertreten. Locomondo ist die erste griechische Reggae-Band, die am Chiemsee auftritt und auch Polen feiert mit Paprika Korps Premiere. Der afrikanische Kontinent ist durch den phänomenalen Tiken Jah Fakoly vertreten, aus den USA kommen The Aggrolites und The Toasters, Österreich ist mit Millions of Dreads dabei und aus Frankreich die Dub Inc. Die kürzeste Anreise haben die Shootingstars des Jahres: Die Homebase von La Brass Banda liegt ja in Übersee. Dass der Löwenanteil an Bands aus Jamaika und Deutschland stammen, liegt auf der Hand, wobei hier das ganze Spektrum zwischen interessanten Newcomern, etablierten Künstlern und echten Legenden bedient wird. Auf jeden Fall ein universelles Sound-Angebot, das alle Geschmäcker kitzelt und den Gourmet mit der Zunge schnalzen lässt.

Zum Jubiläum kleidet sich das Kult-Festival am Südufer des Chiemsees komplett neu ein. Nach der extremen Schlammsause des vergangenen Jahres werden Teile des Geländes befestigt. Das Konzertareal wird mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt, so dass eine parkähnliche Anlage entsteht, die auch ökologisch deutlich wertiger ist als die bisherige Fläche und zudem Ruhezonen bietet, um ein wenig abseits dem bunten Treiben folgen zu können.

Das Kombiticket für drei Tage incl. Camping und Bahnanreise aus fast ganz Süddeutschland und Teilen Österreichs kostet wie schon seit Jahren 74 Euro plus 5 Euro Müllpfand – im Vergleich ein echter Schnäppchenpreis bei vielen Leistungen, die anderenorts extra bezahlt werden müssen.

Echte Dauerbrenner beim Chiemsee Reggae Summer sind Mellow Mark & Pyro Merz, die zusammen mit den Ruffcats in diesem Jahr einen Tag vor Festivalstart zur beliebten Cruise über den Chiemsee einladen.

Programm:

Hauptbühne Freitag:


17 Uhr: Ohrbooten
Kaum eine andere Band zelebriert den Gute-Laune-Faktor so ausgelassen. Offiziell dokumentiert durch den legendären Videodreh zu „Man lebt nur einmal“ und mehrfach bewiesen wie etwa im vergangenen Jahr bei der Reggae-Cruise. Diesmal eröffnen die vier Berliner Jungs mit ihrer genialen Party-Mischung aus Reggae, Hip Hop, Funk, Dancehall, Weltmusik, Rock und Pop Party das Jubiläumsfestival. http://www.ohrbooten.de
Video-Sample ansehen


18.30 Uhr: Sebastian Sturm & Jin Jin Band
2007 und 2008 von der Riddim zum Newcomer des Jahres gewählt, hat sich Sebastian Sturm mit der fabelhaften Jin Jin Band längst als großer Fixstern am deutschen Reggae-Himmel etabliert. Atmosphärischer Roots, seine leicht kratzige Stimme und eine Authentizität, die kaum zu übertreffen ist, sind seine Markenzeichen und die seiner beiden wunderbaren Alben „This Change is Nice“ (2006) und „One Moment in Peace“ (2008). www.sebastian-sturm.com
Video-Sample ansehen


20 Uhr: Tiken Jah Fakoly
Längst ist er der wohl einflussreichste Reggae-Musiker Afrikas. Seine Stimme hat so viel Gewicht, dass er nach zahllosen Morddrohungen schon 2003 die Elfenbeinküste verlassen musste und seither in Malis Hauptstadt Bamako lebt. Seine Botschaften gegen die Tyrannen, die Ausbeutung Afrikas und die Globalisierung kleidet er in feinsten Roots-Reggae, seine energetischen Auftritte sind bereits legendär. http://www.tikenjah.net/
Video-Sample ansehen


21.45 Uhr: Busy Signal
Nur zwei Alben benötigte Reanno Gordon, um am Dancehall-Thron seines Idols Bounty Killer zu kratzen. Der Erstling „Step Out“ (2006) und der Nachfolger „Loaded“ (2008) bestechen durch ausgefeiltes Songwriting und Storytelling. Mit Sprachgewalt, Themenvielfalt und feinem Gespür für außergewöhnliche Produktionen schärft der Jamaikaner, der beim Chiemsee Reggae Summer Premiere feiert, sein Profil. www.vprecords.com
Video-Sample ansehen


23.30 Uhr: Jan Delay & Disko No1
Funk, Soul, Disco, Northern Soul – anders als bei den abrupten Richtungsänderungen vor „Mercedes Dance“ wird sich der heiß ersehnte Nachfolger in den bekannten Echokammern der Pophistorie bewegen. Und das ist gut so. Denn hier darf weiter staubgewischt und entrümpelt werden, auf dass der Großwesir und seine wunderbare Band die alten Revue-Essenzen in neuer Strahlkraft zum Funkeln bringen. www.jandelay.de
Video-Sample ansehen


Hauptbühne Samstag:


12 Uhr: Iriepathie
Die Lienzer Brüder „Professa“ und „Syrix“ haben sich schon in frühester Jugend mit dem Reggae-Virus infiziert, seit der Jahrtausendwende leben sie ihre Reggae Mylitis professionell. Ob mit rootslastiger Band, als Soundsystem oder als Produzenten für Irievibrations-Records, dem eigenen Plattenlabel. Im Juni frisch gepresst: „Sonnenjunkie“ als Vorbote des neuen Albums. www.myspace.com/iriepathie
Video-Sample ansehen


13.30 Uhr: The Sixth Revelation
Papa D, Dasha, Bassie & Tolla stehen auch nach zwei Jahrzehnten für überaus tanzbaren Roots mit sehr eingängigen Melodien. Erst im letzten Jahr stürmte ihre Single „Jamaica Jamaicans“ die jamaikanischen Charts. Die vier Jungs, die ja einen Großteil des Jahres in Bayern verbringen, haben schon viele Preise abgeräumt, so auch Ende 2005 den Deutschen Reggae Grammy als beste Band. Party on! www.sixth-revelation.com
Video-Sample ansehen


15 Uhr: Collie Buddz & The New Kingston Band
Der Chartstürmer, der mit „Come Around“ 2006 seinen Durchbruch feierte, wurde als Colin Harper in New Orleans geboren, ist auf den Bermudas aufgewachsen und hat lange Zeit in Toronto gewohnt. Dementsprechend bunt sind auch die Einflüsse auf seinen Reggae- und Dancehall-Style, die von Rock über R’n’B bis zum HipHop reichen. Doch über allem steht seine Liebe zu den Meistern der Studio One-Ära. www.colliebuddz.com
Video-Sample ansehen


16.30 Uhr: Turbulence
Mit seinem eingängigen, lispelnden Gesangsstil wurde Sheldon Campbell fast über Nacht zum Shootingstar. Dass er viel zu erzählen hat, beweist der junge Workaholic mit unerschöpflicher Energie und knapp 20 Alben in sechs Jahren. Was ihn jedoch nicht zu einem „Masse statt Klasse“-Künstler macht. Denn seine Platten überzeugen durch Kreativität, erstklassige Lyrics und abwechslungsreiche Stilelemente. www.myspace.com/turbulence87
Video-Sample ansehen


18 Uhr: Max Romeo
Sein „Wet Dream“ aus dem Jahr 1968 verkaufte sich schon über 250.000 Mal, obwohl oder gerade weil der Song von BBC wegen des anzüglichen Textes verboten wurde. Max Romeo veröffentlichte 1976 sein Jahrhundert-Album „War ina Babylon“ und ist eine der großen Legenden des Roots-Reggae. Bereits 2007 begeisterte der 64-Jährige die Massive am Chiemsee und kommt in derselben Mission auch dieses Jahr. www.myspace.com/maxromeoepicdub
Video-Sample ansehen


19.30 Uhr: Mono & Nikitaman
„Ausser Kontrolle“ heißt die aktuelle Singelauskopplung aus dem gleichnamigen Album und was könnte den Aggregatszustand der Fans bei Shows der Neu-Berliner Dancehall-Punks Mono & Nikitaman besser beschreiben. Der Druck von der Bühne ist so groß, dass die Stimmung den Siedepunkt regelmäßig überschreitet. www.mono-nikitaman.de
Video-Sample ansehen


21.30 Uhr: T.O.K.
Das Partykollektiv aus Jamaica zündet vier Jahre nach „Unknown Language“ mit „Our World“ endlich den nächsten Sommer-Kracher. T.O.K. vereinen Soul, R&B, Pop, Rap und Dancehall zu zuckersüßen Melodien und Harmoniegesängen und unterscheiden sich damit deutlich von der Masse der Dancehall-Artists. www.myspace.com/tokmusic
Video-Sample ansehen


23.30 Uhr: Hans Söllner & Bayaman‘ Sissdem
30 Jahre Hans Söllner – 15 Jahre Chiemsee Reggae Summer! Das sind zwei Erfolgsgeschichten, die sich in ihren Anfängen so recht keiner erträumen konnte. Der Volkssänger mit dem ausgeprägt bayerischen Querdenker-Gen blickt wie das Festival auf eine bewegte Geschichte zurück. Doch: Je steiniger die Wege waren, umso ausgelassener wurden die Erfolge gefeiert. Na wenn das keine anständige Reggae-Party gibt! www.soellner-hans.de
Video-Sample ansehen


Hauptbühne Sonntag:


12 Uhr: I-Fire
Neun Hamburger Jungs stehen auf Power-Mitmach-Reggae. Und das kommt dabei raus: Eine explosive Mischung aus Reggae, Riddims, Roots, und modernem HipHop - ein heißer Mix, unterstrichen durch deutsche Texte, die ins Ohr gehen. „Wir stehen auf der Bühne, weil wir Bock haben Musik zu machen und nicht weil wir eine Show abziehen wollen“, sagt Sänger Robert Schlepper alias Raw. www.i-fire-sound.com
Video-Sample ansehen


13.30 Uhr: Irie Révoltés
Zwischen Reggae, Dancehall und HipHop ist die Heidelberger Band angesiedelt. Der zweistimmige, meist französische Gesang der Brüder Mal Élevé und Carlito sowie die Rap-Einlagen von Silence sind das Markenzeichen der Band, deren Auftritte einen unwiderstehlichen Bewegungsdrang auslösen. Kostproben des Voyage-Nachfolgers gibt’s noch in diesem Sommer. www.irie-revoltes.com
Video-Sample ansehen


15 Uhr: DUB INC.
Dub Inc. gründeten sich schon 1997 im französischen Saint-Étienne, ihr Erstling „Diversité“ kam aber erst 2005 in Deutschland auf den Markt. Auch ihr aktuelles Album „Afrikya“ (2008) spiegelt die kulturelle Herkunft der acht Bandmitglieder wider: Arabische Rhythmik, Hip Hop, afrikanischen Beats, Dub und Reggae bilden die wilde Melange, die den Fans regelmäßig als Fitnessprogramm dient. www.dubinc.org
Video-Sample ansehen


16.30 Uhr: Tosh meets Marley
Allein der Name dieses überaus erfolgreichen Projekts klingt in den Ohren der Reggae-Community wie das Posaunen der Engel. Fully Fullwood und Junior Marvin können natürlich ihre einstigen Frontmänner nicht mehr auferstehen lassen, aber die beiden Bandleader der Peter Tosh Band und der Wailers lassen zusammen mit weiteren Legenden deren unsterbliche Musik auf unnachahmliche Weise aufleben. Coming in hot! www.reverbnation.com/toshmeetsmarley
Video-Sample ansehen


18 Uhr: Fantan Mojah
Der Mann mit dem Rucksack und der prägnanten Stimme, der 2005 mit „Hail The King“ den großen Wurf landete, bleibt sich treu. Auch der Nachfolger „Stronger“ aus dem vergangenen Jahr ist abgesehen von gelegentlichen Abstechern in den Dancehall dem Modern Roots gewidmet. In seinen melodischen Chants thematisiert der gläubige Rasta Probleme wie Drogen, Gewalt und Korruption. www.myspace.com/mojahfantan
Video-Sample ansehen


19.30 Uhr: Third World
Zahlreiche „Kollabos“ mit Damian und Stephen Marley, Capleton, Tarrus Riley, Gregory Issacs, Michael Rose, Dean Fraser anlässlich des neue Albums „The Spirit of the Alliance” verdeutlichen die Wertschätzung für die Reggae-Urgesteine, die schon seit 1973 im Geschäft sind. Natürlich hat die Band um Sänger Bunny Rags Clarke auch ihre Welthits wie „Now that we found love“ oder „96 Degrees In The Shade“ im Gepäck. www.thirdworldband.com
Video-Sample ansehen


21.00 Uhr: Peter Fox
2009 ist sein Jahr! Mit seinem aktuellen Nummer Eins-Album „Stadtaffe“ räumt der Berliner alles ab, was in der deutschen Musikszene wichtig ist. Gleich drei der begehrten Trophäen heimste er bei der Echoverleihung ein, nachdem er kurz zuvor den Bundesvision Song Contest dominiert hat. Live ist seine „Filmmusik zum Tanzen“, die er mit exquisiter Band zelebriert, ganz großes Kino. www.peterfox.de
Video-Sample ansehen


23.00 Uhr: Junior Kelly
Erst mit 31 Jahren schaffte Junior Kelly den Durchbruch. Doch dann gleich gewaltig: 15 Wochen dominierte er 2000 mit „If Love So Nice“ die jamaikanischen Charts. Seither gehört auch dank regelmäßig veröffentlichter Alben zur Top-Liga der Reggae-Künstler, die das ganze Spektrum von Dancehall über Nu-Roots bis hin zu den Lovers-Tunes glaubhaft und authentisch beherrschen. www.juniorkelly.net
Video-Sample ansehen


Zeltbühne Freitag:


18 Uhr: Zico and the Noisemakers
Zico, Max und Flo haben einen Eintrag in die Analen des Chiemsee Reggae Summer schon sicher: Die jungen Wilden aus dem bayerischen Solnhofen bilden die jüngste Band, die in 15 Jahren aufgetreten sind. Die drei 16-Jährigen mixen - ob in Englisch oder Fränkisch – Reggae und Ska mit Pop und überraschen trotz ihrer Jugend mit einer tollen Spieltechnik und ausgereiften Arrangements. www.myspace.com/zicoandthenoisemakers
Video-Sample ansehen


19.30 Uhr: Sista Gracy & Ray Darwin
Beide wurden auf Jamaica geboren, leben aber seit vielen Jahren in Deutschland. Zusammen sind Multitalent Ray Darwin, der in seiner New Yorker Zeit in einer Rockband gespielt hat und Sista Gracy, die 2005 den deutschen Award in der Kategorie Reggae-Queen gewann, ein superbes Gespann für fast alle Spielarten des Reggae. www.myspace.com/sistagracy
http://www.myspace.com/raydarwin
Video-Sample ansehen


21.15 Uhr: La Brass Banda
Das ultimative Blech-Massaker aus Balkan-Beats, bayrischer Mundart, Karibik- und Mariachi-Klängen für die Bühnen der Welt und die Wirtshäuser Bayerns. Die musikalischen „Kraftlackl“ Stefan Dettl (Trompete), Manuel Winbeck (Posaune), Andreas Hofmeir (Tuba), Oliver Wrage (Bass) und Manuel Da Coll (Schlagzeug) sind das Epizentrum der neuen bayerischen Brass-Musik-Szene. www.myspace.com/labrassbanda
Video-Sample ansehen


23 Uhr: Nattyflo & One Drop Band
Roots-Reggae mit Anspruch, Soulgefühl & Persönlichkeit – zehn Jahre nach Veröffentlichung seiner ersten Single „Babylon“ startet Nattyflo mit dem „Immer Vorwärts“-Nachfolger „Soulgefühl“ in die zweite Dekade seiner Karriere. Der Gründer der „Riddim“ steht wie kaum ein anderer Künstler für die Entwicklung der deutschsprachigen Reggae-Szene. www.nattyflo.de
Video-Sample ansehen


1 Uhr: Dennis Alcapone und Winston Reedy
Der inzwischen 62-jährige Dennis Alcapone, der mit seinem Landsmann Winston Reedy auftreten wird, ist zusammen mit U-Roy der Gründervater des Dancehall. Hunderte von tunes wie sein Top-Klassiker „Alcapone guns don`t argue“ haben den Pionier des DJing weltweit berühmt gemacht und schon vor 40 Jahren an die Spitze der Reggae-Riege katapultiert. Lange Zeit war es ruhig um ihn, doch nun ist der Altmeister zurück. www.myspace.com/dennisalcapone
Video-Sample ansehen


2.45 Uhr: Raggabund
Wo das Münchner Künstlerkollektiv um die beiden Brüder El Criminal & Don Caramelo auftaucht, ist Bühnenpower angesagt. Der typische Raggabund-Style mischt auf Englisch, Deutsch und Spanisch alles, was Spaß bringt: Von Reggae über Dancehall bis hin zum harten Raggamuffin, getragen von vielfältiger Gitarrenakustik, fetzigen Accapella-Scratches bis hin zu den legendären BeatBox-Exzessen. www.raggabund.de
Video-Sample ansehen


Zeltbühne Samstag:


14.30 Uhr: Millions of Dreads
Reggae from Austria! Ihre Roots liegen in der Steiermark, die Burschen um Sänger Peter Lessing „zindlin“ (hochsprachlich: zündeln) aber gerne auch in Babylon und spielen „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?“ Schon die Titelauswahl auf ihrem Erstling „Hands up“ verrät bei aller Tiefenschärfe viel Humor. Der Sound ist treibend, mit vielen Ska- und Ragga-Elementen angereicht und die Texte gibt’s in einer wilden Mischung aus Deutsch, Steirisch, Englisch, Spanisch und Patois. www.millionsofdreads.at
Video-Sample ansehen


16 Uhr: Elijah & The Dubby Conquerors
Reggae outta Switzerland hat Hochkonjunktur! Mit gefühlsvollem Gesang, weicher Aussprache und seinem rhythmischen Singjay-Style lässt der junge Züricher Sänger Mundart ganz neu erklingen und überwindet dabei spielend Sprachgrenzen. Der Sieger des European Reggae Contest 2008 veröffentlicht sein Erfolgsalbum „Beweg di“ in diesem Jahr auch in Österreich und in Deutschland. www.elijah.ch
Video-Sample ansehen


17.30 Uhr: Dennis Lisk
Sehr persönlich: So präsentiert sich Dennis Lisk auf seinem neuen Album – „Suchen & Finden“. Ganz Singer-Songwriter, der mit leichten Melodien und spielerischen Gitarrenklängen sein Publikum sehr nah an sich heranlässt. So nah, dass er auf sein Pseudonym und seinen Bekanntheitsgrad verzichtet. Fans kennen ihn als Denyo von der Hamburger Formation „Die Beginner“. Beim CRS ist er einfach nur… Dennis. http://http://www.fourmusic.com/fourmusic/artists/dennis
Video-Sample ansehen


19 Uhr: La Papa Verde
Die grüne Kartoffel entwickelte 2002 in Köln ihre ersten musikalischen Knollen und legte 2008 mit „Ich Verstehen Nicht Kann“ ihr zweites Album vor. Mit einem charmanten Sprachmischmasch aus Spanisch und Ausländerdeutsch und der unverwechselbaren Melange aus Cumbia, Ragga, Rock und Afrobeat hat das Mestizo-Septett bestens raus, wie man Party macht. www.lapapaverde.de
Video-Sample ansehen


21 Uhr: Maxim & Okada Band
Maxim erzählt Geschichten. Vielschichtige, die unterschiedlichen Interpretationen gedanklichen Raum bieten. Unüberhörbar ist seine musikalische Weiterentwicklung vom reinen Reggae, noch auf dem Erstling „Maxim“ (2005) vordergründig, hin zu einem persönlichen Stil, der auch Einflüsse aus den Bereichen Singer/Songwriter integriert. Zu hören auf dem wunderbaren Album „Rückwärts fallen“, das im Herbst letzten Jahres erschienen ist. www.maximmusic.net
Video-Sample ansehen


23 Uhr: The Toasters
Schon 1982 vom Engländer Robert Hingley in New York gegründet, zählen The Toasters zu den bekanntesten und dienst ältesten Ska-Bands weltweit. Neben Mastermind Bucket, aus dessen Feder die Mehrzahl der Songs und Texte stammen, sorgt der jamaikanische Sänger und Toaster Jack Ruby Jr. mit seiner souligen Stimme für den einzigartigen Stil mit den unverkennbaren Punk-Einflüsse. www.toasters.org
Video-Sample ansehen


1 Uhr: Ziggi & The Renaissance Band
Ziggi fühlt sich im Hip Hop ebenso heimisch wie im Dancehall, im Reggae und sogar im Gospel – eben jenen Musikstilen, mit denen er in seiner Heimat, den Niederländischen Antillen, aufgewachsen ist. Längst in Holland lebend, hat er im letzten Jahr nach „So Much Reasons“ mit seinem zweiten Album „In Transit“ sehr erfolgreich nachgelegt. www.myspace.com/ziggimusic
Video-Sample ansehen


2.45 Uhr: Phenomden & The Scrucialists & Lee Everton
Der Junge ist, wie der Name schon sagt, einfach phänomenal. „Gangdalang“ im September letzten Jahres erschienen, ist schon das dritte Opus des Schweizer Singjays, der zusammen mit The Scrucialists und vielen Szene-Größen aromatischen Roots-Reggae der vergnüglichsten Sorte präsentiert. Frisch und charmant. Mit viel Herzblut und satten Basslinien! www.myspace.com/phenomden
Video-Sample ansehen


Zeltbühne Sonntag:


14.30 Uhr Paprika Korps
Die Polen kommen! Und zwar mit mächtig Getöse. So hart und druckvoll wie Paprika Korps spielt man Reggae nur, wenn man in den Industriegebieten um Katowice groß geworden ist, wo Reggae noch Rebellion bedeutet. Schneidige Stromgitarren, tiefe Bässe und Dub-Sounds bei eingängigen Melodien sind das Markenzeichen der besten polnischen Heavy-Reggae-Band. www.myspace.com/paprikakorps
Video-Sample ansehen


16 Uhr: Offbeat Ambassador
Überraschung! Einen maßgeschneiderten Birthday Bash für den Chiemsee Reggae stellen die Jungs von Offbeat Ambassador auf die Beine. Das tun sie mit vierstimmiger Unterstützung: Mista Wicked und Chris da Lion, die im vergangenen Jahr den witzigen Chiemsee-Reggae-Song geschrieben haben, sind ebenso mit von der Partie wie Medassi-Frontman Tingle Tangle und natürlich Dopewalka. http://http://www.myspace.com/offbeatambassador
Video-Sample ansehen


17.30 Uhr: Locomondo
Wer an Griechenland denkt, denkt an Sonne, Meer, Sirtaki, Souvlaki und Retsina. Und irgendwie klingt der Ska-Reggae der sieben Athener auch so. Kein Wunder, würzen sie ihn doch mit Rembetiko, einem landestypischen Musikstil und griechischen Lyrics. Nach „12 Meres stin Jamaica“ (12 Tage in Jamaica) steht jetzt mit „Me wanna Dance“ das aktuelle Album am Start. www.myspace.com/locomondo
Video-Sample ansehen


19 Uhr: Martin Zobel & Soulrise
Mit Soul to Soul hat der Landshuter mit der außergewöhnlichen Stimme und der dicken Dreadlock-Mähne sein bislang persönlichstes Album vorgelegt. Feinste Acoustic-Sounds mit starken Anleihen aus dem Roots-Reggae - mal unkonventionell, mal klassisch aber immer authentisch und mit Ohrwurmgarantie. Gehaltvolle Songs und kraftvolle Riddims. www.martin-zobel.com
Video-Sample ansehen


20.30 Uhr: Sojah feat. Delus & Konshens
Zu einer „Modern Revolution“ haben sich die beiden Solokünstler und Brüder Delus und Konshens unter dem Namen Sojah vereint. Aufgewachsen im Herzen Kingstons wissen die beiden genau, welche Themen sie in ihrer Musik verarbeiten können und transportieren auf ihrem ersten gemeinsamen Album das Feeling, die Liebe und die Sonne Jamaikas in allen Facetten des Reggae-Dancehalls. http://http://www.myspace.com/konshenssojah
Video-Sample ansehen


22.30 Uhr: The Aggrolites
Dirty Reggae! So lautet der Titel ihres ersten Albums von 2004, das die ehemalige Begleitband von Derrick Morgan binnen 24 Stunden aufgenommen hat. Die Süd-Kalifornier spielen schnellen, teilweise hektischen und harten Reggae mit Elementen aus Ska, Soul und Funk, gerade so als seien sie aus den 60er-Jahren rüber gebeamt worden. Viel Toots, aber auch ein wenig James Brown. www.aggroreggae.com
Video-Sample ansehen


0.00 Uhr: Oceana
Bei der Boundzoud-Tour 2007 sang sie die kompletten female Vocal Parts, ihre musikalischen Wurzeln liegen aber ebenso im Roots-Reggae, im Jazz, Funk und im Blues. Ihr Album „Bad Boy“, das die Kosmopolitin Ende 2008 in New York und Hamburg aufgenommen hat, ist ein ebenso stilsicherer wie eigenständiger Mix der vielen Einflüsse. www.myspace.com/oceanaofficial
Video-Sample ansehen


1.30 Uhr: Rubber Cell
Was anfangs eine kleine Jazzcombo war, entwickelte sich bald zu einer vollwertigen Skakapelle. Mehrstimmige Bläsersätze, Gitarrenriffs, eingängige Basslines und eine große Portion Spass am Spielen prägen die Musik von Rubber Cell, und trotz einigen Ausflügen in Swing, Jazz und Punk bleibt doch immer der Offbeat im Vordergrund, der einem sofort in Mark und Bein übergeht und die Beine zum Skanken bringt. Rubber Cell kommen aus Grassau, Entfernung nach Übersee: 2km. www.myspace.com/rubbercell
Video-Sample ansehen


2.15 Uhr: Dub Spencer & Trance Hill.
So kitschig der Bandname auch klingt, so treffend ist er – die vier Schweizer Space-Cowboys zelebrieren tiefsumpfigen Dub und huldigen psychedelischem Trance. Was für ein sagenhaft eleganter Ritt über fette Beats, schwere Grooves, wabernde Bässe, schroffe Akkorde und oszillierende Melodien. Handgemachtes Akustik-Inferno mit Detonationen in der Magengegend und Volltreffern in Kopf und Bein. http://http://www.dubspencer.ch
Video-Sample ansehen
Michael Buchholz.